Sodbrennen kann das alltägliche Leben stark beeinträchtigen und zu einem ständigen Begleiter werden. Das unangenehme Brennen in der Brust, verbunden mit saurem Aufstoßen, kann uns die Freude am Essen, Entspannen oder einfach nur am Alltag so richtig vermiesen.
Viele Menschen, die unter Sodbrennen leiden glauben automatisch, ihr Magen würde einfach zu viel Säure produzieren und greifen dabei zu Säureblockern, um vorübergehende Erleichterung zu finden.
Tatsächlich sind sogar 7 bis 10 Prozent unserer erwachsenen Bevölkerung von Sodbrennen betroffen, sodass Säureblocker zu den am meisten verordneten Medikamenten weltweit gehören. (1)
In diesem Beitrag möchte ich mit dir mal über das Thema Sodbrennen sprechen, woher das „zu viel“ an Säure überhaupt kommt und warum Säureblocker keine langfristige Lösung sind.
Kurzfristig können Säureblocker die Schmerzen vielleicht lindern, sie beseitigen aber nicht die Ursache deiner Beschwerden und können dich sogar in einen Teufelskreis führen. Daher solltest du langfristig herausfinden, woher dein Sodbrennen kommt, damit du ihm vorbeugen bzw. es mit natürlichen Maßnahmen lindern kannst.
Mein Name ist Alida-Maria, ich bin ganzheitliche Gesundheits- und Ernährungsberaterin und ich verhelfe Frauen zu mehr Energie, Ausgeglichenheit und Gesundheit im Alltag.

Warum Säureblocker langfristig keine Lösung sind
Leidet man unter Sodbrennen bekommt man vom Arzt oder Apotheker meistens Säureblocker oder Antazida verordnet. Antazida sind basische Salze (z.B. Rennie), die die überschüssige Magensäure sofort im Magen neutralisieren.
Säureblocker oder auch PPI, was für Protonenpumpeninhibitoren steht, sind Medikamente, die die Säureproduktion im Magen stoppen. Bekannte Wirkstoffe in Säureblockern sind zum Beispiel Omeprazol oder auch Pantoprazol.
Die PPIs müssen aber zuerst über unseren Darm in den Blutkreislauf gelangen und werden dann mit dem Blut zu den Magenschleimhautzellen transportiert, die die Salzsäure produzieren. Sie sorgen also für einen künstlich herbeigeführten Magensäuremangel.
„Gut, und wo ist jetzt das Problem?“, denkst du dir jetzt vielleicht. Das Problem ist, dass kein Eingriff von außen in einen natürlichen Prozess deines Körpers ohne Konsequenzen bleibt und auch dass die PPIs nicht die Ursache für dein Sodbrennen beseitigen. Sie stellen nur eine kurzfristige Symptomunterdrückung dar.
Die langfristige Einnahme kann mit einer ganzen Palette an Nebenwirkungen und Folgen aufgrund des künstlich herbeigeführten Magensäuremangels daherkommen.
Das sind zum Beispiel:
- Neue Magen-Darm-Beschwerden, wie zum Beispiel Übelkeit, Magendrücken, Blähungen, Geschmacksstörungen oder auch Durchfall
- Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit und Schwindel
- Auch die Leber wird durch die langfristige Einnahme eines Medikaments belastet und deine Leberwerte verschlechtern sich
- Nahrungsmittelallergien, da dein Magen die Nahrung aufgrund von zu wenig Säure nicht mehr richtig zerkleinern kann. Vor allem Proteine können jetzt viel schwerer verdaut werden und potentiell Allergien begünstigen
- Hemmung der Aufnahme von Eisen, Magnesium, Calcium und Vitamin B12 aus der Nahrung, was zu Blutarmut und Osteoporose (also erhöhtem Knochenbruchrisiko) beitragen bzw. zu Vitamin- und Mineralstoffmangelsymptomen führen kann. Und diese Mangelsymptome sind zahlreich, sie reichen von Erschöpfung, Muskelzuckungen, Krämpfen bis hin zu Schlafstörungen, Vergesslichkeit und Koordinationsstörungen.
- Geschwächte Immunabwehr im Magen und dadurch ein erhöhtes Infektrisiko (vor allem mit bakteriellen Darminfekten), da die Magensäure zu einer wichtigen Sicherheitsinstanz gehört, die Bakterien und Parasiten tötet, die mit unserer Nahrung in unseren Körper gelangen
- Abhängigkeit von PPI, da die Zellen im Magen nach Absetzen der Säureblocker deutlich mehr Säure bilden als vorher, weil die natürliche Produktion so lange unterdrückt wurde. Dadurch verschlimmern sie also eigentlich das Problem gegen, das sie verordnet wurden
Wie du an diesen Begleiterscheinungen sehen kannst, ist die langfristige Einnahme von PPI keine Lösung, die man in Betracht ziehen sollte.
Hier sei aber eindringlich gesagt, dass man Säureblocker NICHT von heute auf morgen absetzen sollte, da man sonst wegen der eben beschriebenen Überproduktion von Magensäure Probleme haben wird.
Es ist eher sinnvoll sich mit der möglichen Ursache des eigenen Sodbrennens zu beschäftigen, dieses aus der Welt zu schaffen und dann die Säureblocker über mehrere Monate ausschleichen zu lassen.

Wie entsteht Sodbrennen?
Wenn ich sage du sollst nach der Ursache suchen, dann fragst du dich vielleicht, wie Sodbrennen entsteht. Das möchte ich dir hier gerne kurz erläutern.
Ursache Nummer 1: Magensäureüberschuss
Ein ständiger Überschuss an Magensäure, der dir Beschwerden bereitet, kann verschiedene Ursachen haben, so zum Beispiel:
- Schlechte Essgewohnheiten (z.B. zu hastiges Essen)
- Deine Ernährung ist zu zuckerreich
- Zu viele industriell verarbeitete Fertigprodukte mit reichlich synthetischen Lebensmittelzusätzen
- Falsch zusammengestellte Mahlzeiten, die einfach nicht gut vertragen werden
- Chronischer Stress und negative Emotionen (z.B. Sorgen), denn unser Magen ist ganz eng mit unseren Emotionen verbunden
- Eine grundsätzlich unausgewogene, ungesunde Ernährung, die das Säure-Basen-Gleichgewicht in deinem Körper so durcheinanderbringt, dass auch dein Magen davon betroffen ist
- Eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori, die auch nicht einfach so entsteht, sondern auch durch die oben genannten Faktoren einer ungesunden Lebens- und Ernährungsweise begünstigt wird

Ursache Nummer 2: Magensäuremangel
Ja tatsächlich können deine Beschwerden auch durch einen Mangel an Magensäure ausgelöst werden. Bei einem Magensäuremangel kann es nach dem Essen auch zu Sodbrennen, saurem Aufstoßen, Blähungen oder Völlegefühl kommen.
Außerdem hast du bei einem Magensäuremangel mit den gleichen Begleiterscheinungen zu kämpfen, wie bei der jahrelangen Einnahme von Säureblockern (die den Magensäuremangel ja künstlich herbei führen).
Ein Magensäuremangel kann durch die eben beschriebene jahrelange unausgewogene, ungesunde Ernährung entstehen, die das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper so durcheinanderbringt, dass auch der Magen betroffen ist. Zuerst spürst du das in einem Magensäureüberschuss, doch irgendwann sind die Säure produzierenden Zellen in deinem Magen dann mal so überlastet, dass sie nur noch eingeschränkt funktionieren.
Einen Magensäuremangel kannst du zum Beispiel durch eine Magenspiegelung oder auch manche Blutwerte wie z.B. Eisen, Zink oder Vitamin B12 testen lassen.

Ursache Nummer 3: Die Refluxkrankheit
Bei Reflux handelt es sich um den Rückfluss des sauren Speisebreis aus dem Magen in die Speiseröhre. Das Problem ist, dass der Ringmuskel (ein Schließmuskel) zwischen Magen und Speiseröhre, nicht mehr richtig schließt. Wenn nun der Magen munter verdaut mit Hilfe von Mischbewegungen und Kontraktionen, kann saurer Speisebrei durch den nicht mehr richtig schließenden Ringmuskel in die Speiseröhre gedrückt werden und Sodbrennen auslösen.
Ursachen für diesen Rückfluss von saurem Speisebrei können z.B. ein Magensäuremangel oder ein Zwerchfellbruch sein.
Beim Magensäuremangel muss der Magen mit einer kleineren Menge Säure die eintreffende Nahrung verdauen, wofür er stärkere Mischbewegungen benötigt. Durch die stärkeren Mischbewegungen wird der saure Speisebrei durch den nicht richtig schließenden Ringmuskel in die Speiseröhre gedrückt und du löst so ein Sodbrennen aus.
Ein Zwerchfellbruch kann durch chronische Verstopfung, zu schweres heben, Dauerhusten oder auch während der Schwangerschaft entstehen.

Natürliche Maßnahmen bei Sodbrennen
Eines haben alle diese Ursachen gemeinsam. PPIs sind keine langfristige Lösung genauso wenig wie Antazida oder Säuretabletten.
Mit der richtigen Lebens- und Ernährungsweise kann man die Situation im Magen nämlich sehr positiv beeinflussen.
So helfen dir zum Beispiel:
- Die Entwicklung von verdauungsfreundlichen Essgewohnheiten (z.B. langsam essen und gut kauen)
- Der Aufbau deiner Darmgesundheit
- Entsäuerungsmaßnahmen, die das Säure-Basengleichgewicht im Körper wiederherstellen
- Bei einem Magensäuremangel Lebensmittel integrieren, die die Bildung von Verdauungssäften fördern
- Eine Umstellung der Ernährung bzw. am Anfang in akuten Phasen Lebensmittel meiden, die den Magen stark reizen, wie z.B. sehr säurehaltiges Obst oder auch Alkohol
- Entspannungstechniken ausprobieren und in den Alltag integrieren, die deine Stressresistenz stärken wie einen Muskel
- Bei akuten Beschwerden auf Hausmittel wie z.B. eingeweichte Leinsamen oder Kartoffelsaft zurückgreifen

Ich hoffe, du hast verstanden, warum Säureblocker keine langfristig gesunde Lösung darstellen und, dass du dir selbst mit natürlichen Maßnahmen helfen kannst.
Für die richtige, auf deine Bedürfnisse zugeschnittene, schrittweise Umsetzung ist die Zusammenarbeit mit einem Ernährungsberater auf jeden Fall sinnvoll.
Wie fühlst du dich aktuell?
Wenn du dich aktuell im Alltag müde, energielos und unausgeglichen fühlst und vielleicht auch körperliche Beschwerden, wie häufige Blasenentzündungen dir die Energie rauben, dann schau sehr gerne mal auf meiner Website www.alida-maria.de vorbei.
Ich helfe dir von Herzen gerne mit einem individuellen Gesundheits- und Ernährungskonzept, was auch deine Bedürfnisse und deinen Alltag zugeschnitten ist wieder voller Energie, Balance und Gesundheit durch den Alltag zu gehen. Damit dich nichts mehr davon abhält das zu tun, worauf du Lust hast.
Ich freue mich auf dich.
Deine Alida

